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FAQ's für Sender und Produzenten

Warum sollte unser Unternehmen Anstaltsmitglied werden?

Mit einer Anstaltsmitgliedschaft tragen Sie zur Altersvorsorge Ihrer freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei und übernehmen damit ein Stück soziale Verantwortung, die Sie i. d. R. noch nicht einmal etwas kostet: Grundsätzlich werden die Beiträge, die Sie für die Altersversorgung Ihrer Freien an die Pensionskasse zahlen, von den Rundfunkanstalten erstattet.

Andere Zahlungsverpflichtungen gehen Sie nicht ein. Das heißt, es gibt keinen Mitglieds- oder Mindestjahresbeitrag.

Das Aufnahmeverfahren ist denkbar einfach: Ein Anruf genügt und wir senden Ihnen gerne einen Antrag auf Einrichtung einer Anstaltsmitgliedschaft.

Welche Bedingungen sind zu erfüllen, um Anstaltsmitglied zu werden?

Falls Sie sich für eine Anstaltsmitgliedschaft interessieren, sollte Ihr Unternehmen bereits in der Vergangenheit für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk produziert haben und dies auch in Zukunft voraussichtlich regelmäßig tun.

Sie sollten überdies bereit sein, sich zu verpflichten, Arbeitgeberanteile zur Altersversorgung Ihrer freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Höhe von 4 % bzw. 7 %  auf alle Honorare zu zahlen, die im Rahmen von Produktionen für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk gezahlt werden. Mit den Rundfunkanstalten vereinbaren Sie eine Erstattung der gezahlten Anstaltsbeiträge.

Wie können wir die Anstaltsmitgliedschaft beantragen?

Um Anstaltsmitglied zu werden, ist ein schriftlicher Antrag erforderlich, den wir Ihnen auf Anfrage gerne postalisch oder elektronisch zusenden. In Ergänzung zum Antrag befindet sich außerdem eine „Vereinbarung über das Verfahren des Einzugs von Beiträgen zur Pensionskasse“ in zweifacher Ausführung anbei. Bitte senden Sie uns beide Exemplare samt dem Antrag auf Anstaltsmitgliedschaft ausgefüllt und unterschrieben zurück.

Sobald der Aufnahmeausschuss Ihren Antrag geprüft hat, senden wir Ihnen ein vom Vorstand der Pensionskasse unterzeichnetes Exemplar der Vereinbarung zurück. Außerdem erhalten Sie als neues Mitglied Zugangsdaten, um uns im geschützten Bereich dieser Website ("Intern") die Beitragszahlungen für Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu melden.

Wie funktioniert die Abführung der Beiträge an die Pensionskasse?

Sie behalten die Eigenanteile der Beiträge Ihrer freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein und überweisen diese zusammen mit den Arbeitgeberanteilen auf das folgende Konto:


Landesbank Hessen-Thüringen
BIC: HELADEFFXXX
IBAN: DE24 5005 0000 0000 8000 11


Daneben benötigt die Pensionskasse eine Meldung dieser Beiträge. Falls Sie das Programm Sesam (www.sesamsoft.de) verwenden, erstellt dieses jeweils eine Beitragsmeldung als PDF-Datei und eine TXT-Datei zur Datenübermittlung. Bitte senden Sie dann beide Dateien an beitrag@pkr.de.


Für den Fall, dass Sie Beiträge für Rechnungsstellerinnen und Rechnungssteller melden möchten oder nicht über die Sesam-Software verfügen, verwenden Sie bitte die von uns bereitgestellte Vorlage für die Beitragsmeldung.


Bitte führen Sie die Beitragsüberweisung zeitnah mit der Meldung der Beiträge durch.


Aus buchungstechnischen Gründen ist es wichtig, dass Beiträge für das laufende Kalenderjahr bis spätestens Anfang Februar des Folgejahres der Pensionskasse Rundfunk gemeldet und überwiesen werden. Beiträge, die nach Ablauf dieser Frist entrichtet werden, können lediglich für das aktuelle Geschäftsjahr gebucht werden.

Mit welchem Beitragssatz ist die jeweilige Mitarbeiterin/der jeweilige Mitarbeiter abzurechnen?

Der für Ihre freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter abzuführende Beitrag setzt sich aus einem Anstaltsanteil und einem Eigenanteil der Arbeitnehmerin/des Arbeitnehmers zusammen. Der Anstaltsanteil beträgt grundsätzlich 7 % des beitragspflichtigen Honorars. Für den Fall, dass Sie für Ihre Arbeitnehmerin/Ihren Arbeitnehmer Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen oder Ihre freie Mitarbeiterin/Ihr freier Mitarbeiter nachweislich in der Künstlersozialkasse versichert ist, ermäßigt sich der Anstaltsanteil auf 4 %. In diesem Fall ermäßigt sich, insofern er dies zuvor bei der Pensionskasse Rundfunk beantragt hat, der Eigenanteil der/des bei Ihnen beschäftigten Freien ebenfalls auf 4 %.

Wenn Ihre Arbeitnehmerin/Ihr Arbeitnehmer die selbst gewählte Höhe des Prozentsatzes ihres/seines Eigenanteils nicht mehr weiß, so wenden Sie sich gerne telefonisch an uns.

Welche Honorare sind beitragspflichtig, welche nicht?

Gemäß Ziffer 1.11 der Allgemeinen Versicherungsbedingungen des jeweiligen Versicherungstarifes der Pensionskasse Rundfunk gehören zu den beitragspflichtigen Honoraren insbesondere:

· alle Leistungsvergütungen
· alle Urhebervergütungen
· alle Wiederholungs- und Übernahmehonorare
· Urlaubsentgelte und ähnliche tarifvertragliche Honorarersatzvergütungen
· bei Mitgliedern mit festem Arbeitsvertrag (befristet oder unbefristet) das Gehalt.


Zu den beitragspflichtigen Honoraren gehören nicht:

· Aufwendungsersatz (z.B. Reisekosten, Übermittlungskosten, Materialentschädigungen, Nebenkosten)
· Arbeitgeberanteile zur gesetzlichen Sozialversicherung
· freiwillige soziale Leistungen wie Unterstützungen, Beitragsanteile zur Krankentagegeldversicherung u.ä.m.
· Beitragsanteile der Anstaltsmitglieder zur Pensionskasse Rundfunk


Die Aufzählungen sind nicht abschließend, verdeutlichen aber, dass alle Leistungen, die typischerweise den Kern und Zweck der beruflichen Tätigkeit ausmachen, auch zur Verbesserung der Altersversorgung beitragen.

Welche Beiträge sind als steuerfreie Beiträge zu melden?

Gemäß § 3 Nr. 63 EStG sind im Jahr 2018 Anstaltsbeiträge für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in Steuerklasse 1 bis 5 beschäftigt sind, bis 6.120 Euro pro Jahr steuerfrei.

Hat die Mitgliedschaft vor dem 01.01.2005 begonnen und werden daneben noch pauschal zu versteuernde Beiträge gezahlt (z. B. zu einer "alten" Direktversicherung / max. 1.752 Euro pro Jahr), vermindert sich der Höchstbetrag um diese pauschalversteuerten Beiträge.

Falls der Arbeitgeber gewechselt wird, kann der Höchstbetrag bei jedem Arbeitgeber ausgeschöpft, d.h. in der Summe sogar überschritten werden.

Entscheidet sich die Arbeitnehmerin bzw. der Arbeitnehmer für eine einmalige Kapitalzahlung anstelle der lebenslangen Rente, so sind von diesem Zeitpunkt an die Voraussetzungen des § 3 Nr. 63 EStG nicht mehr erfüllt und die Beitragszahlungen somit steuer- und sozialversicherungspflichtig (Ausnahme: Zwischen Beantragung der Einmalzahlung und dem Zeitpunkt der Auszahlung liegen nicht mehr als 12 Monate).

Eigenanteile der Arbeitnehmerin bzw. des Arbeitnehmers sind grundsätzlich steuerpflichtig.



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