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Erklärung zu den Grundsätzen der Anlagepolitik der Pensionskasse Rundfunk (PKR)


Anlagepolitik

Entsprechend der umrissenen Risikostrategie steht die Minimierung des Risikos der Leistungskürzung für die versicherten Mitglieder bzw. des Risikos der Nachhaftung für die Arbeitgeber an oberster Stelle der Anlagepolitik. Das erfordert ein konsequentes Management der Kapitalanlagen mittels Asset-Liability-Management, welches die Laufzeit der Kapitalanlage auf die gegenüber den Mitgliedern eingegangenen Verpflichtungen abstimmt. Dafür hat die PKR ein Planungstool im Einsatz, das mittelfristig

•    Bilanzen und GuV-Rechnungen nach HGB projiziert sowie
•    die Buchwerte der Vermögen und Verpflichtungen in Marktwerten bewertet und
•    die Risiken in Anlehnung an die Vorgaben der Standardformel für Versicherer bewertet.

Aufgrund der langlaufenden Verpflichtungen liegt der Schwerpunkt der Kapitalanlage bei Rentenpapieren mit langen Laufzeiten, die über eine exzellente Bonität verfügen, in der Mehrheit Papiere mit Staatsgarantie und Pfandbriefe. Das Rating dieser Papiere liegt ganz überwiegend bei AA und besser.

Nach Absicherung der Rentenverpflichtungen frei verfügbares Risikokapital wird genutzt, um die Kapitalanlage systematisch zu diversifizieren und dabei auch in Assetklassen zu investieren, die Realvermögen präsentieren. Innerhalb eines Spezial-AIF ist jeweils ein Segment in Aktien, in Unternehmensanleihen sowie indirekt in Immobilien investiert, wobei diese Portfolien von externen Managern nach festen Anlagerichtlinien betreut werden. Das ausreichend verfügbare Risikokapital ermöglicht einen langen Anlagehorizont und damit die Chance mittel- und langfristig höherer Renditen.

Es besteht der Anspruch, für alle Mitglieder insgesamt eine Rendite zumindest in Höhe des Inflationsziels der EZB zu erwirtschaften, gegebenenfalls also über den vertraglichen Sollzinssatz hinaus. Die internen und externen Anlagerichtlinien, Risikobudgets und Kontrollverfahren sorgen dabei für eine Begrenzung der Risiken in der Kapitalanlage, so dass der PKR eine mehr als ausreichende Kapitaldecke zur Bedeckung aller Risiken inklusive biometrischer und operationeller Risiken erhalten bleibt.

Berücksichtigung ökologischer, sozialer und die Unternehmensführung betreffenden (ESG) Belange

Das Aktienmandat richtet sich nach einem Index, in dem die Firmen mit den höchsten ESG-Ratings in den jeweiligen Sektoren vertreten sind. Auch für die anderen Mandate des Spezial-AIF wurden analog hierzu ESG-Kriterien formuliert. Dank ihrer Gremien verfügt die PKR seit jeher über eine besondere Sensibilität für politische und ESG-Themen. In ihrem Selbstverständnis strebt die PKR nach hohen Standards in Bezug auf Zuverlässigkeit und Transparenz, was sich auch in dem integrierten Ansatz des Risikomanagementsystems ausdrückt.

Risikostrategie

Zur Beherrschung der mit dem Geschäftsmodell der PKR verbundenen Risiken, insbesondere im Hinblick auf eine nachhaltig solide Unternehmensfinanzierung, sowie zur dauerhaften Sicherstellung der eingegangenen Verpflichtungen hat der Vorstand ein Risikomanagementsystem eingerichtet. Die PKR wählt hierbei einen integrierten Ansatz, der ausgehend von der Unternehmens- sowie der daraus abgeleiteten Risikostrategie alle relevanten Bereiche einschließlich der Kapitalanlage umfasst und Interdependenzen zwischen Bereichen (u.a. im Rahmen des Aktiv-Passiv-Managements) berücksichtigt.

Die in der Risikostrategie formulierte Risikotoleranz findet ihren Niederschlag in einem Risikotragfähigkeitskonzept mit spezifischen Messgrößen und -verfahren für die Kapitalanlage. Dieses sieht vor, dass nur jene Risiken einzugehen sind, die angemessen mit Risikokapital bedeckt werden können. Der Kapitalanlagestrategie sowie dem Kapitalanlageprozess steht somit zunächst die Finanzierbarkeit der Kapitalanlageplanungen/-entscheidungen voran. Hierfür werden im Rahmen des Risikomanagementprozesses Risikobudgets und damit korrespondierende Limits abgeleitet. Die PKR hat Überwachungs- und Steuerungsprozesse implementiert, die alle Beteiligten einschließlich des Vorstands über die Risikosituation bzw. den Status der Budget- und Limiteinhaltung informieren sowie im Falle von Budget-/Limitüberschreitungen Risikopositionen zeitnah auf das in der Risikostrategie vorgegebene Risikoniveau zurückführen. Bei der Bewertung der Risiken orientiert sich die PKR an den Verfahren und Parametern, die seit 01.01.2016 gemäß Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) für Versicherungen gelten.



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