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Thomas Bauer

Thomas Bauer, Foto: Felicitas Darschin

Thomas Bauer

Chefredakteur ca:stmag & Verlagsleiter TOM-Verlag

Wer denkt schon zu Beginn seiner erhofften Karriere daran, was mal im Alter wird, wenn man eigentlich nur „Kunst“ machen will? Wer überblickt schon, dass die gesetzliche Rentenversicherung für eine Karriere als Schauspieler (und für viele andere Branchenberufe) mit manchmal hohen Verdiensten aber langen Beschäftigungs-Lücken später einmal kaum ein würdevolles Rentenalter ermöglicht – zumal die für Künstler vorgesehene Künstlersozialkasse ausgerechnet Schauspielern vorenthalten wird, deren Beschäftigungen zwingend als Angestellte abgerechnet werden. Es hat Jahre in der Branche gedauert, bis ich verstanden habe, dass die Definition „freie Mitarbeiter“ bei der Pensionskasse Rundfunk nicht nur Selbständige sondern unter anderem auch temporär angestellte Schauspieler umfasst. Dabei ist die Pensionskasse mit dem hohen Arbeitgeberzuschuss und der großen Flexibilität die ideale Zusatzversorgung in der Branche! 50 Jahre, das ist ein schöner, erfolgreicher Anfang: Wenn jetzt neben den öffentlich-rechtlichen Anstalten auch alle anderen Anbieter (private Radio- und Fernsehsender, Kinoproduzenten, VoD- und Streamingdienste sowie alles was noch kommen mag) ihre Verantwortung für ihre Protagonisten und Mitarbeiter erkennen und wahrnehmen, dann wird aus der zweiten eines nahen Tages vielleicht sogar die erste Säule in der Altersversorgung.

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