Gudrun Wöbcke

Gudrun Wöbcke

PRODUKTIONSLEITERIN

PKR-Mitglied seit: 2000
Alter: 53
Engagement: Vertreterin in der Mitgliedervertretung der PKR Ver.di-Vorstandsmitglied im ZDF


Wie kam es zu Ihrer Berufswahl?

„Ja, das war ganz lustig. Es waren private Umstände. Wie das manchmal so geht. Deswegen würde ich auch nicht von einer Berufswahl sprechen, sondern eher von einer Aneinanderreihung glücklicher Zufälle. Völlig unerwartet bekam ich eine Chance. Ich erhielt einen Anruf und wurde gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, ein paar Stunden beim ZDF zu arbeiten. Dort würde jemand für das Musikarchiv gesucht (Musikwissenschaften hatte ich studiert). Vier Wochen später fand ich mich dann in der Musikredaktion des kleinen Fernsehspiels wieder und habe da tatsächlich gearbeitet. Dann folgte ein Job in der Produktion der Aktualität ... dann ging’s zum Sport in die Magazine, bis ich eine Gelegenheit bekam, bei einer Außenübertragung als Aufnahmeleiterin zu arbeiten.“
 

Würden Sie Ihren Beruf Ihren Kindern bzw. der nächsten Generation empfehlen?

Ja, aber unbedingt! Er ist abwechslungsreich und am Puls der Zeit. Es ist eine ständige Art der Fortbildung, da man immer auf der Suche nach neuen Möglichkeiten ist. Mein Beruf ist wahnsinnig vielseitig – auch von den Ansprüchen her. Es ist niemals langweilig. Deswegen kann ich mir den Job auch für viele andere vorstellen. Ja, das ist ein schöner Job!
 

Wie ist es zu Ihrer PKR-Mitgliedschaft gekommen?

Das kam über eine Empfehlung. Da hat ein Kollege gesagt: „Sag mal, bist du eigentlich schon in der Pensionskasse Rundfunk?“ „Nein, nie gehört, was ist das?“ Er erklärte mir die Struktur und die Vorteile, und zack, hat er mich überzeugt.
 

Und wie kam’s, dass Sie dann auch noch Mitgliedervertreterin wurden?

Das entwickelte sich über die Gewerkschaftsarbeit bei Ver.di. Als das Amt der Mitgliedervertretung zu vergeben war, hat mich das Thema gereizt, und eh ich mich versah, stand ich zur Wahl und hatte dieses Amt. (Die Mitgliedervertretung wird alle fünf Jahre von den Mitgliedern gewählt, alle PKR-Mitglieder können sich zur Wahl stellen. Anm. d. Red.)
 

Was wollten Sie der PKR schon immer mal sagen?

Danke! Einfach nur danke, weil ich die Arbeit der Pensionskasse Rundfunk wirklich großartig finde. So sorgfältig und besonnen geht man dort mit dem Anvertrauten um. Eine ganz solide Arbeit!
 

Was erwarten Sie von Ihrer Altersvorsorge?

Mir fällt da nur ein Wort ein: Absicherung. Wenn ich älter bin, bekomme ich noch ein schönes Zubrot. Das finde ich sehr beruhigend.
 

Mit welchem Argument würden Sie Ihren Kolleg*innen raten, sich HEUTE um die Altersvorsorge zu kümmern?

Je früher, umso besser. Der Zeitfaktor spielt eine ganz wichtige Rolle bei der Höhe der Altersversorgung. Und ja, die gesetzliche Rente, die wir zu erwarten haben, deckt vielleicht nicht alles ab, was wir im Alter brauchen.
 

Welchen aktuellen Programm-Tipp würden Sie gerne teilen – TV, Radio, Podcast …?

Ich bin eigentlich ein „Hörmensch“. Das überrascht womöglich, wenn man beim Fernsehen arbeitet. Ich höre sehr gerne Podcasts. Ich höre die Corona-Updates vom NDR und sehr viel Deutschlandfunk „Der Tag“ sowie das Feature „Zwischentöne“ oder „Die Lage der Nation“. Als TV-Tipp fällt mir „Die Anstalt“ vom ZDF ein. Ich finde das ist ein schönes Satireprogramm, das zum Teil schon in Realsatire übergeht.
 

Wie sieht die Film- und Fernsehbranche in zehn Jahren aus?

Ich denke es wird eine viel stärkere Verzahnung zwischen den Fernseh- und den Online-Programmen geben. Beides wird noch enger zusammenwachsen, weil online immer wichtiger wird. Das ist meine Vermutung.

Konkret: Ich denke, dass wir künftig dort, wo wir eine normale TV-Sendung planen, gleichzeitig damit online gehen. Es wird direkt die Möglichkeit des Livestreams geben, Beiträge sind mit Texten aufgearbeitet und mit weiterführenden Links. Etwa so wie bei „Faktencheck“. Wir werden das Fernsehen, wie wir es kennen, weiterhin haben. Ich glaube, dass es weiterhin Menschen geben wird, die einfach mal „durchzappen“ wollen. Also noch kann ich mir nicht vorstellen, dass analoges Fernsehen ganz abgeschafft wird.
 

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Ich wünsche mir einen ganz, ganz starken gesellschaftlichen Rückhalt für die öffentlich-rechtlichen Programme. Sie sind notwendig für die Unabhängigkeit der Informationen. Ich halte den öffentlich-rechtlichen Rundfunk für einen wichtigen Grundpfeiler unserer Demokratie.


ZUR PERSON: Gudrun Wöbcke (53): Produktionsleiterin Sport beim ZDF; lebt in Mainz; glücklich verheiratet; seit 2000 PKR-Mitglied, dort seit 2007 Vertreterin in der Mitgliedervertretung.

Nach oben