Regina Ziegler

Regina Ziegler

FILM-UND FERNSEHPRODUZENTIN

PKR-Mitglied seit: Die ZIEGLER FILM GmbH & Co. KG ist seit 2014 Anstaltsmitglied
Alter: 77

Wie kam es zu Ihrer Berufswahl?

Als junges Mädchen hatte ich das große Glück, dass meine Mutter, die als Journalistin im Weserbergland gearbeitet hat, auch für Filmbesprechungen zuständig war. Sie hat mich in fast alle neuen Filme mitgenommen. Auch dann, wenn die Filme für mein Alter noch nicht freigegeben waren. Ich habe dabei gelernt, dass es unendlich viele Geschichten gibt und wie unterschiedlich man sie erzählen kann. Und ich habe mir gedacht, das Erzählen von Geschichten könnte eigentlich ein spannender Beruf sein. Auch für mich.
 

Würden Sie Ihren Beruf Ihren Kindern bzw. der nächsten Generation empfehlen?

Unbedingt! Vor allem jungen Frauen, die sich stark genug fühlen, eine Männergesellschaft aufzumischen, und stark genug für ein Wechselbad der Gefühle. Eben war alles noch gut, dann passiert etwas, womit niemand rechnen konnte. Ein Loch im Budget. Ein Schauspieler wird krank. Es regnet tagelang. Das alles ist aufregend, aber nichts für schwache Nerven. Doch wer die Hitze nicht verträgt, sollte nicht in der Küche arbeiten.
 

Wie sind Sie auf die PKR aufmerksam geworden?

Durch Mundpropaganda. Ich habe mir die Sache angesehen und keine Haare in der Suppe gefunden. Ganz im Gegenteil
 

Was erwarten sie von Ihrer Altersvorsorge?

Sie muss mir ein Gefühl von Sicherheit geben. Ich brauche die Gewissheit, dass ich nicht eines Tages mit leeren Händen dastehe. Es geht nicht um die großen Schritte, die man als älterer Mensch noch machen möchte und dann auch bezahlen muss. Es geht mir um eine Grundlage. Zugleich ist es ein Stück Solidarität, das das PKR-Modell möglich macht, das dieses Modell auszeichnet.
 

Mit welchem Argument würden Sie Ihren Mitarbeiter*innen/Kolleg*innen raten, sich HEUTE um die Altersversorgung zu kümmern?

Man kann nicht früh genug damit anfangen. In meinem Fernsehfilm „2030 – Aufstand der Alten“, den ich 2006 für das ZDF produziert habe, wurde das Problem der kommenden Altersarmut aufgrund einer verfehlten Rentenpolitik thematisiert. Jetzt haben wir 2021 … Man muss vorsorgen, wenn und solange es einem gut geht. Und man muss die Phantasie dafür haben, dass es keine Garantien gibt.
 

Wie sieht die Film- und Fernsehbranche in zehn Jahren aus?

Es werden weiter Geschichten erzählt. Und diese Geschichten werden nach wie vor einen Anfang, eine Mitte und ein Ende haben. Doch was sich fundamental ändern wird, sind die Orte und die Modalitäten für das Anbieten der Produkte. Die Streamingdienste werden immer mehr Raum gewinnen. Die „großen“ Stoffe, die man überall versteht, werden dominieren. Es wird noch mehr als bisher für den Weltmarkt produziert, mit großen Budgets, mit spektakulären, mit global verständlichen Inhalten. Doch ich bin sicher, dass auch die kleine Produktion, der lokale Inhalt, die individuelle Handschrift im Schatten dieser Großprojekte eine Chance haben wird. Jede Pyramide hat eine Spitze. Aber eine Spitze ohne Basis hat keine Zukunft.
 

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Lösungen für die Kernprobleme: Klima, Armut, Krieg. Menschen, die sich nicht nur für sich, sondern Menschen, die sich für Menschen interessieren. Eine solidarische Welt.


ZUR PERSON: Regina Ziegler (77): Film- und Fernsehproduzentin, Geschäftsführende Gesellschafterin der ZIEGLER FILM GmbH & Co. KG; lebt in Berlin.

Regina Zieglers Präsenz auf Crew United

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