Katja Vossenberg

FREIBERUFLICHE JOURNALISTIN

PKR-Mitglied seit: 2020
Alter: 31
Mitgliedschaften: Mitglied im Journalistinnenbund

Wie kam es zu Ihrer Berufswahl?

In der neunten oder zehnten Klasse sollte ich ein Berufspraktikum machen. Ich habe ein bisschen hin und her überlegt, was es denn sein könnte. Mein Vater meinte, wie es denn mit der Lokalzeitung wäre. Ich dachte mir, Journalismus, das klingt irgendwie spannend, dann versuche ich das jetzt mal und habe meine zwei Wochen Praktikum dort gemacht. Im Anschluss bin ich gleich als freie Reporterin dageblieben, so nebenbei zur Schule. An den Wochenenden war ich auf allen möglichen Veranstaltungen, von Kaninchenzucht über Schützenfest bis Karneval. Ich habe alles mitgenommen, was man als Reporterin mitnehmen kann, und seitdem macht es mir große Freude, und ich bin immer noch mit viel Begeisterung dabei. Mir ist quasi noch nichts Besseres eingefallen.
 

Würden Sie Ihren Beruf Ihren Kindern oder der nächsten Generation weiterempfehlen?

Auf jeden Fall, weil ich finde, dass es ein wahnsinnig facettenreicher Beruf ist. Und was das wirklich Schöne ist: Man kann zu allem Möglichen Fragen stellen, egal wie absurd oder nicht alltäglich sie sind. Es gibt immer Menschen, die schlau sind und für mich eine Antwort parat haben. Das bereichert mich und mein Leben enorm, wenn ich Einblicke kriegen kann in andere Welten, die mit meinem Alltag vielleicht gar nichts zu tun haben. Deswegen ist es auf jeden Fall ein Beruf, den ich weiterempfehlen würde, wenn jemand neugierig ist und viel über die Welt erfahren möchte.


Wie ist es zu Ihrer PKR-Mitgliedsdcahdft gekommen

Irgendwann kommt der Punkt, an dem man denkt, dass man endlich erwachsen sein und über seine Altersvorsorge nachdenken sollte. Das ist bei mir immer noch ein laufender Prozess, ehrlich gesagt. Auf jeden Fall haben mir einige Kolleginnen und Kollegen empfohlen, die Pensionskasse Rundfunk mal anzuschauen, weil es ein sehr gut organisiertes System sei, zu dem man leicht einen Zugang bekommt und versteht, wie es funktioniert. Das habe ich dann gemacht und bin gleich Mitglied geworden, weil es mich sofort überzeugt hat.
 

Was wollten Sie der PKR schon immer mal sagen?

Danke! Und zwar vor allen Dingen, weil es so unkompliziert ist, Mitglied zu werden und dann gemeinsam fürs Alter vorzusorgen. Altersvorsorge ist nicht gerade das Thema, mit dem sich viele im Journalismus oft und gerne auseinandersetzen. Die Kreativbranche hat manchmal Berührungsängste, wenn es um Themen geht, die mit Zahlen zu tun haben.
 

Was erwarten Sie von Ihrer Altersvorsorge?

Das finde ich gar nicht so einfach zu beantworten, ehrlich gesagt, weil es ja ein komplexes Thema ist. Ich hoffe, dass es auch für mich möglich ist, im Alter noch gut zu leben mit allem, was dazugehört: eine Wohnung, ein bisschen Kultur, vielleicht auch die finanzielle Unterstützung zukünftiger Familienmitglieder und wer weiß, was da noch so kommt. Das ist meine große Hoffnung. Ob das alles so klappt, weiß ich noch nicht. Aber ich stelle gerade die Weichen dafür und versuche, das Thema jetzt schon anzugehen.
 

Mit welchen Argumenten würden Sie Ihren Kolleg*innen raten, sich HEUTE um die Altersversorgung zu kümmern?

Je früher, desto besser! Und keine Panik! Ich bin überzeugt, dass die Altersvorsorge ein Thema ist, das man gut angehen und gut organisieren kann – einmal tief durchatmen und dann durch.
 

Welchen aktuellen Programmtipp möchten Sie gerne teilen?

Ich muss kurz überlegen: Die Podcast-Reihe ist zwar schon ein bisschen älter, aber die 180-Grad-Geschichten gegen den Hass vom NDR sind sehr zu empfehlen. Konstruktiv und spannend angelegte Geschichten darüber, wie die Gesellschaft zusammenhalten kann. Tolle Geschichten, die mir sehr nahegegangen sind.
 

Wie sieht die Film- und Fernsehbranche in zehn Jahren aus?

Ich hoffe divers, ehrlich gesagt, sowohl vor als auch hinter den Mikrophonen, Kameras, Stiften und Bildschirmen, und ich weiß nicht, wo überall, weil ich glaube, dass das ganz wichtig ist. Eine diverse Gesellschaft in den Redaktionen macht natürlich auch Inhalte, die divers sind und damit spannend und abwechslungsreich. Es wäre ein Journalismus, der wirklich interessant sein könnte, weil er möglichst viele Leute ansprechen würde. Das ist meine große Hoffnung, dass diese Herausforderung angenommen und natürlich umgesetzt wird.
 

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Auch das ist eine große Frage. Ich hoffe einfach, dass gerade im Journalismus diese sich zurzeit im Umbruch befindenden Strukturen und daraus entstehenden Probleme in den nächsten Jahren offen und konstruktiv angegangen werden. Der Journalismus muss auch in Zukunft für ein anspruchsvolles Publikum, was übrigens zu Recht anspruchsvoll ist, relevant bleiben. Er muss sich gut aufstellen und positiv in die Zukunft blicken – auch mit digitalen Medien, mit und ohne Mediatheken, mit und ohne linearem Fernsehen oder Radio. Ich denke, dass wir da flexibel bleiben müssen, und bin mir sicher, dass das machbar ist.


ZUR PERSON: Katja Vossenberg (31): freiberufliche Journalistin beim WDR und Deutschlandfunk Nova; lebt in Köln; seit 2020 PKR-Mitglied.

Katja Vossenbergs Präsenz bei LinkedIn

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