Alejandra Lopez

JOURNALISTIN, MODERATORIN, DREHBUCHAUTORIN

PKR-Mitglied seit: 2017
Alter: 47

Wie kam es zu Ihrer Berufswahl?

Meine Eltern sind beide Journalisten, daher bin ich mit diesem Beruf von Anfang an vertraut gewesen. Als kleines Kind war die Liebe zum Journalismus vielleicht nicht so groß, denn die Ausübung des Berufs nahm bei meinen Eltern viel Zeit in Anspruch. Aber ich bin ein neugieriger Mensch und spürte bald mein großes Interesse an Geschichten und daran, spannende Themen und wichtige Fragen zu hinterfragen. Und so bin ich dann doch und mit großer Leidenschaft Journalistin und Autorin geworden.
 

Würden Sie Ihren Beruf Ihren Kindern bzw. der nächsten Generation empfehlen?

Sagen wir so: Ich würde Kindern keine Empfehlung geben. Ich denke, dass ich auch nicht die Empfehlung meiner Eltern bekommen hätte. Man sollte aber unbedingt seine Kinder unterstützen, ihren eigenen Weg zu gehen. Es ist wichtig, empathisch zu denken und zu berücksichtigen, wer die Person gegenüber ist. Wenn jedoch jemand im Abitur sehr gut in Mathematik ist und sagt, dass er*sie Journalist*in werden möchte und ich spüre aber, dass die wirkliche Neugierde an Menschen und Geschichten fehlt, würde ich von diesem Beruf eher abraten. Es sei denn meine Tochter würde Wissenschafts-Journalistin werden wollen.
 

Wie ist es zu Ihrer PKR-Mitgliedschaft gekommen?

Seit einigen Jahren gibt es beim RBB eine Freien-Vertretung und von den Kolleg*innen des rbb habe ich davon gehört. Sie haben mir erzählt, worum es geht, und dann habe ich den Schritt unternommen und unterschrieben.
 

Was wollten Sie der PKR schon immer mal sagen?

Ich finde es ganz toll, dass es die Möglichkeit gibt, eine betriebliche Altersversorgung anzustreben. Für mich als Freiberuflerin ist das sehr wichtig. Außerdem bin ich Mutter von einem kleinen Kind und das hat mich auf ganz andere Gedanken gebracht. Schließlich hat man noch mehr Verantwortung, auch für den Nachwuchs. Ich habe tatsächlich meine Mitgliedschaft nach der Elternzeit abgeschlossen, obwohl ich da schon seit vielen Jahren dabei war. Heute bereue ich, dass ich es nicht früher gemacht habe. Deshalb ist es so wichtig, neuen jungen Kolleg*innen sofort davon zu erzählen.
 

Was erwarten Sie von Ihrer Altersvorsorge?

Das, was jeder Mensch davon erwartet oder viele zumindest, dass sie mir einmal ein entspanntes Leben beschert und ich auch im Alter nicht jeden Euro umdrehen muss.
 

Mit welchem Argument würden Sie Ihren Kolleg*innen raten, sich HEUTE um die Altersversorgung zu kümmern?

Aufgewachsen bin ich mit dem Slogan im Kopf: „Die Rente ist sicher!“. Auch bei den Lebensversicherungen gab es damals noch blumige Versprechen. Sie zogen dann irgendwelche Tabellen raus und zeigten, dass man mit einem kleinen Einsatz später Millionär sein könnte.


Wie ich schon sagte, man kann nicht früh genug damit beginnen, gerade wenn man Freiberufler*in ist. Wir wissen nie, was uns die Zukunft bringen wird. Und ich glaube, dass diese Pandemie und diese Erschütterung, die wir dadurch alle erlebt haben, insbesondere bei den Freiberufler*innen, Anlass geben sollte, die eigene Existenz besser zu gestalten. Das ist einfach essenziell. Und die betriebliche Altersversorgung der PKR ist ganz toll, weil sich die Arbeitgeber*innen daran beteiligen.
 

Welchen aktuellen Programm-Tipp würden Sie gerne teilen – TV, Radio, Podcast ...?

Da muss ich Werbung für uns machen. In der Pandemiezeit haben viele Menschen mehr Zeit gefunden, Serien und Podcasts zu genießen. Für mich als berufstätige Mama von einem fünfjährigen Kind ist es schwierig. Bei COSMO gibt es einen Serien-Podcast: Glotz und Gloria. Er wird von Jörn Behr und Emily Thomey gemacht. Dort erfährt man, warum die eine Serie ein Muss ist, die andere Serie nicht. Sie machen das einfach toll und unterhaltsam. Ich höre mir das an, wenn ich auf dem Weg zur Kita bin oder ein paar freie Augenblicke habe, um ein bisschen auf dem Laufenden zu sein.
 

Wie sieht die Film- und Fernsehbranche in 10 Jahren aus?

Das ist die große Frage, die sich sehr viele Menschen stellen. Wird sich alles in eine große Plattform verwandeln? Es wird sicherlich nicht mehr diese Trennung geben. Aber ich hoffe, dass es das Kino weiterhin geben wird. Als Kinoliebhaberin bin ich überzeugt, dass es das Kino immer noch auf irgendeine Art geben wird. Es hat irgendwie immer überlebt, alle Krisen durch alle Zeiten.
 

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Guten Journalismus – vielfältig und engagiert. Journalismus, der den Trends nicht nachläuft.


ZUR PERSON: Alejandra Lopez (48): freie Journalistin, Moderatorin bei COSMO, Drehbuchautorin; geboren in Argentinien, seit 20 Jahren in Deutschland, lebt in Berlin; seit 2017 PKR-Mitglied.

Nach oben